Schloss 5

Es war einmal ein Ort, an dem man sich immer wohl fühlte – so ward erzählt – und solcher Orte soll es nicht gar viele mehr geben, ward gesagt – viele davon gibt es nicht mehr – manche meinen, es gibt jetzt keinen mehr...

...und so kam es unserem Ritter von der traurigen Gestalt vor, seinen Pfad zu diesem Schlosse verloren zu haben. Und des Nächtens ging er zu jener alten Zauberin, die da immer sagte, daß sie ihn besser kenne, als er sich selbst. Und er aß mit ihr, trank mit ihr, rauchte die Zigaretten, die er aus der Hand seiner verlorenen Prinzessin erhalten hatte, und bekam auch eine Prise von dem sinnlichem Puder. Und sie sagte ihm, und das erste Mal, daß er ihre Worte wirklich verstand, er sei Jemand, der Dinge suche, an die er sich krallen könne, da er seine restliche Welt nicht fülle, obwohl er es tun könnte, wie kaum ein Anderer, da ihm dies in die Wiege gelegt sei – und wenn er Jemanden gefunden hat, so legt er alles in diese Person – und sonst in nichts anderes. Und dies sei der falsche Weg.

Und sie habe ihm prophezeit, daß nach der letzten Enttäuschung mit den weiblichen Wesen sehr bald die nächste folgen werde, denn er suche genau nach dem, was er nie erreichen wird. Und wenn er dieses Schicksal nicht fortsetzen mag, so müsse er seinen Alltag füllen, damit sein Geist frei werde, von diesen seinen Dingen.

Und er dachte nach, und sagte sich, daß es keine Enttäuschung gewesen sei, vielleicht sogar eine Hoffnung.

Und er dachte noch über Vieles nach. Er werde es nicht ändern, seinen Blick immer nur für Eine zu haben.